Kinder im Garten Natur im Garten für Kinder erlebbar machen

Natur im Garten für Kinder erlebbar machen


Foto: Heidemann 
Der Kleingarten ist der ideale Ort, Kinder an die Natur heranzuführen

Den Namen „Kohlmeise" hatte der 12-jährige Jan noch nie ge­hört, bewusst gesehen hatte er diesen Vogel, einen der häufigsten unserer Kulturlandschaft, auch noch nicht; Gleiches galt für die 13-jährige Meike, die erstaunt fragte, was denn den Unterschied zwischen ­Eiche und Buche ausmache, und den 9-jährigen Lukas, der zwar schon ge­hört hatte, dass es ein Märchen vom Froschkönig gibt, einem solchen kleinen, quicklebendigen Quaker jedoch noch nie leibhaftig in die güldenen Augen geblickt hatte.

Typische Beispiele, bestürzende Beispiele. Beispiele aus der Realität, wie der Geschäftsführer des Natur­schutzbundes NABU in Oldenburg, Rüdiger Wohlers, berichtet. „Bei Naturerlebnisaktionen mit Kindern erleben wir regelmäßig, dass sich die Naturkenntnis, insbesondere die Artenkenntnis, immer mehr verringert, bei manchen Kindern sogar einem Nullniveau nähert. Einige Kinder kennen 13 Handy-Klingeltöne, aber nicht drei Vogelarten – und das ist eine Zeitbombe, denn Naturentfremdung bedeutet auch, dass die Kinder, die Entschei­dungsträger von morgen, den Wert von Natur nicht mehr erkennen und sich für deren Erhaltung nicht stark machen werden", warnt Wohlers.

Deshalb sei es wichtig, Kinder bereits frühzeitig an die Natur, an Tiere und Pflanzen, heranzuführen. „Kaum ein Ort ist dafür besser geeignet als der Garten oder der Kleingarten. Und hier kann man vielfältig ansetzen, kann man durch eine Fülle einfach umzusetzender Maßnahmen Zugang zur Natur schaffen und die Kinder dabei einbeziehen.

Ein sehr guter Ansatz ist der gemeinsame Bau von Nistkästen – auch, wenn so manches Brettchen dabei vielleicht noch schief sitzt. Wenn ­dieser Kasten angebracht wird und sich alsbald brütende Meisen ein­stellen, wenn eines Tages dann piepsende Jungmeisen auf den Ästen he­rumhüpfen, ist die Freude groß, und die Kinder erkennen, dass sie etwas Sinnvolles getan haben, lernen die Lebens­weise der Gefiederten kennen und werden dies lebenslang nicht vergessen."

Gleiches gilt auch für das gemein­same Pflanzen, etwa von Fassaden­grün und Brutsträuchern, die Anlage einer Vogeltränke, die bei Som­merhitze von Amseln und Spatzen auch zum Baden genutzt wird, und vieles andere mehr. „Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt", ­ermuntert der NABU Geschäftsführer. „Und dabei können die Kinder den Garten auch im Laufe der ­unterschiedlichen Jahreszeiten er­leben."

Für alle Interessenten hat der ­NABU Informationen zusammengestellt, wie man seinen Garten ­naturnah gestalten kann, z.B. die 30-seitige Bauplansammlung für Nisthilfen aller Art und die farbige Broschüre „Gartenlust". Diese ­Infos können angefordert werden gegen Einsendung von 5,00 Euro beim NABU, Stichwort „Kinder erleben Gartennatur", Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.



Stand:01.08.2005


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SauronZ
18.07.2010, 21:26
:) <a href="http://gartenfreunde.de">GFD</a>
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